Luftbild des nordwestlichen Teils des Dreisch© AG Natur/ G.F. JörnLuftbild des nordwestlichen Teils des DreischDie Fläche liegt in der Gemarkung Groß Ilde am westlichen Abhang der Harplage oberhalb der Lamme und ist mit rd. 4 ha unser größtes Schutzgebiet.
Etwa 600 lfd. Meter neu angelegte Hecke begrenzen die Fläche. Neben zahlreichen alten Obstbäumen, insbesondere Kirsche, finden sich weitere hochstämmige Obstbäume in ausgedehnten neu angelegten Streuobstwiesen. Mehr als 500 Obstbäume sowie einzelne Birken und hochgewachsene Reste einer ehemaligen Tannenbaumkultur werden hier gezählt.
Dieses nach Westen ausgerichtete Schutzgebiet mit seiner sonnenexponierten Lage ist in weiten Teilen ausgesprochen trocken und mager und begünstigt eine diesen Verhältnissen angepasste Vegetation.
Besonders hervorzuheben ist der als Naturdenkmal ausgewiesene „Duckstein" (Kalksinterfelsen) am südwestlichen Rand des Gebietes. Hier gedeihen auf sehr trockenem und magerem Grund etliche besondere Pflanzen wie z. B. die selten gewordene Flechtenart „Cladonia rangiformis", der Scharfe und Weiße Mauerpfeffer, das Hungerblümchen, der Deutsche und der Gefranste Enzian und weitere Arten. Das selten gewordene Große Heupferd tritt hier vereinzelt auf und konnte schon bei der Eiablage beobachtet werden.
Bis auf den Duckstein selbst wird das Schutzgebiet extensiv durch Schafe beweidet. Eine Verbuschung der Fläche soll hierdurch verhindert und die typische Flora der trockenen-mageren Standorte gefördert werden.

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Eine extensive Schafsbeweidung erhält den Artenreichtum des Schutzgebiets© AG Natur/ G.F. JörnEine extensive Schafsbeweidung erhält den Artenreichtum des Schutzgebiets
Im südwestlichen unteren Teil liegt der als Naturdenkmal ausgewiesene sogenannte „Duckstein“. Dieses ist eine alte Bezeichnung für Tuffstein und weist auf die schaumige Struktur des Kalksinterfelsens hin, welcher sich durch Ablagerungen aus kalkhaltigem Quellwasser an der Erdoberfläche gebildet hat. Auf dem Duckstein selbst hat sich ein lückiger Magerrasen mit seltenen Pflanzen- und Flechtenarten ausgebildet, welcher allerdings durch Nährstoffeinträge aus der Umgebung zunehmend überdüngt (eutrophiert) wird.© AG Natur/ J. KandelIm südwestlichen unteren Teil liegt der als Naturdenkmal ausgewiesene sogenannte „Duckstein“. Dieses ist eine alte Bezeichnung für Tuffstein und weist auf die schaumige Struktur des Kalksinterfelsens hin, welcher sich durch Ablagerungen aus kalkhaltigem Quellwasser an der Erdoberfläche gebildet hat. Auf dem Duckstein selbst hat sich ein lückiger Magerrasen mit seltenen Pflanzen- und Flechtenarten ausgebildet, welcher allerdings durch Nährstoffeinträge aus der Umgebung zunehmend überdüngt (eutrophiert) wird.Östlich und westlich des alten Bestandes wurden neue Streuobstwiesen angepflanzt. Die jungen Obstbäume müssen vor Verbiss geschützt werden. Unterhalb des „Dreisch“ fließt die hier noch naturnahe Lamme.© AG NaturÖstlich und westlich des alten Bestandes wurden neue Streuobstwiesen angepflanzt. Die jungen Obstbäume müssen vor Verbiss geschützt werden. Unterhalb des „Dreisch“ fließt die hier noch naturnahe Lamme.Der Neuntöter (Lanius collurio) ist als Brutvogel auf dem Dreisch noch regelmäßig anzutreffen. Die Art besiedelt gut überschaubares, sonniges Gelände, welches offene Bereiche mit niedrigem oder kargem Bewuchs (z. B. Staudenfluren, Wiesen, Trockenrasen) im Wechsel mit versprengten Hecken oder Gehölzen aufweist. Aufgrund der Intensivierung und damit hergehenden monotonisierung der Landschaft ist der Neuntöter heute in der Kulturlandschaft oft nur noch in geeigneten Randgebieten zu finden. (Bild: Links oben Männchen, rechts oben Weibchen, unten fast flügge Jungvögel)© AG Natur/ G.F. JörnDer Neuntöter (Lanius collurio) ist als Brutvogel auf dem Dreisch noch regelmäßig anzutreffen. Die Art besiedelt gut überschaubares, sonniges Gelände, welches offene Bereiche mit niedrigem oder kargem Bewuchs (z. B. Staudenfluren, Wiesen, Trockenrasen) im Wechsel mit versprengten Hecken oder Gehölzen aufweist. Aufgrund der Intensivierung und damit hergehenden monotonisierung der Landschaft ist der Neuntöter heute in der Kulturlandschaft oft nur noch in geeigneten Randgebieten zu finden. (Bild: Links oben Männchen, rechts oben Weibchen, unten fast flügge Jungvögel)

Auf dem mittleren Teil unseres Schutzgebietes „Dreisch“ stockt eine ältere Kirschenplantage. Entlastende Pflegeschnitte sollen den Bestand möglichst lange erhalten. Aber auch stehendes und liegendes Totholz sind wichtige Bestandteile des Biotops.© AG NaturAuf dem mittleren Teil unseres Schutzgebietes „Dreisch“ stockt eine ältere Kirschenplantage. Entlastende Pflegeschnitte sollen den Bestand möglichst lange erhalten. Aber auch stehendes und liegendes Totholz sind wichtige Bestandteile des Biotops.

Der Rotmilan (Milvus milvus) ist im Ambergau und somit auch am Dreisch noch regelmäßig zu beobachten. Die Art hat in Niedersachsen Verbreitungsschwerpunkte in eher hügeligen und stark strukturierten Landschaften mit angrenzenden Offenflächen, wie im Landkreis Göttingen (höchste Dichte), im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue, dem Ambergau, dem Leinetal, dem Innerstetal und der Lüneburger Elbmarsch. Niedersachsen beherbergt einen bedeutenden Anteil des weltweiten Bestandes, der jedoch durch Gefährdungen wie Windkraftanlagen, Verlust von Lebensräumen und illegale Vergiftungen bedroht ist, obwohl die Population in manchen Regionen noch als stabil gilt.© AG Natur/ G.F. JörnDer Rotmilan (Milvus milvus) ist im Ambergau und somit auch am Dreisch noch regelmäßig zu beobachten. Die Art hat in Niedersachsen Verbreitungsschwerpunkte in eher hügeligen und stark strukturierten Landschaften mit angrenzenden Offenflächen, wie im Landkreis Göttingen (höchste Dichte), im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue, dem Ambergau, dem Leinetal, dem Innerstetal und der Lüneburger Elbmarsch. Niedersachsen beherbergt einen bedeutenden Anteil des weltweiten Bestandes, der jedoch durch Gefährdungen wie Windkraftanlagen, Verlust von Lebensräumen und illegale Vergiftungen bedroht ist, obwohl die Population in manchen Regionen noch als stabil gilt.In südwestlich exponierter Hanglage wächst auf trockenem, mageren Kalkboden die Schopfige Kreuzblume (Polygala comosa). In Deutschland ist sie im Süden häufiger anzutreffen, im Norden selten bis fehlend. In der Roten Liste für Niedersachen (Stand 2004) steht die Schopfige Kreuzbume auf der Vorwarnliste.© AG Natur/ B.OhmsIn südwestlich exponierter Hanglage wächst auf trockenem, mageren Kalkboden die Schopfige Kreuzblume (Polygala comosa). In Deutschland ist sie im Süden häufiger anzutreffen, im Norden selten bis fehlend. In der Roten Liste für Niedersachen (Stand 2004) steht die Schopfige Kreuzbume auf der Vorwarnliste. 

 

 

 
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